Herd / Störfeld


Herdgeschehen, also Zusammenhänge zwischen stummen chronischen Entzündungen ( Herden) und verschiedenen Leiden wurden schon in der Frühzeit angenommen, was ein assyrischer Keilschrift-Text aus der Zeit um 1400 v. Chr. beweist.

Die verschiedenen Definitionen des Herdgeschehens entstanden jeweils aus dem Wissensstand ihrer Zeit. So definierte G.Kellner um 1965 den Herd als eine subchronische Entzündung um nicht abbaufähige körperfremde oder denaturierte Substanzen.

A. Stacher sieht um 1966 den Herd als eine verborgene Entzündung, die lokal oligosymptomatisch verläuft, aber fähig ist, in mitunter weit entfernten Körpergebieten Symptome auszulösen ( Fernstörungen). Erst durch O.Bergsmann werden 1978 biokybernetische Aspekte zum Herdgeschehen angedacht.

Und erst 1993 formulieren O. Bergsmann und F.Perger die wohl z.Zt. umfassendste Definition:
Als Herd wird eine lokal begrenzte, subklinische Entzündung unterhalb der Schmerzschwelle um nicht abbaufähiges körperfremdes oder körpereigenes Material bezeichnet. Ein Herd ist immer auch aufgrund der Projektionssymptomatik seiner gestörten Grundregulation ein Störfeld. Er stellt ein lokales Adaptionssyndrom dar, mit der Gefahr der Entwicklung von Degenerationsleiden